„Fußballplatz Schalke 04“, Gemälde von Friedrich G. Einhoff, Gelsenkirchen, 1932, LVR-Industriemuseum

Typisch Ruhrgebiet: Fußballplätze auf Zechengeländen

#Schichtwechsel! Ende 2018 schließt die letzte Zeche im Ruhrgebiet. Dann ist Schluss mit der Kohleförderung in einer Region, in der Fußball und Bergbau über Jahrzehnte eng miteinander verzahnt waren. Beispielweise entstanden viele Fußballplätze auf dem Areal von Zechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg zählte die Oberliga West zu den stärksten Spielklassen in Deutschland. Mit der Unterstützung großer Berg- und Stahlwerke sorgten Vereine wie der SV Sodingen oder die Spielvereinigung Erkenschwick für Furore. Ihre Stadien waren ebenfalls auf Zechengelände angesiedelt, beinahe alle Spieler gingen dort auch ihrem zivilen Beruf nach. Die Werksleiter hatten oft zugleich Führungspositionen in den Clubs inne. Auch daraus resultierte eine besondere Identifikation der Zuschauer mit den Spielern – und umgekehrt.

Hier seht ihr das Ölgemälde „Fußballplatz Schalke 04“ von Friedrich G. Einhoff aus dem Jahre 1932, Gelsenkirchen. Es zeigt die „Kampfbahn-Glückauf“ und das „magische Grün des Spielfeldes vor der düsteren Kulisse des Steinkohlenbergwerkes Consolidation“. Einhoff illustriert, dass Arbeit, Sport sowie Alltag und Wohnen für die meisten Menschen im Ruhrgebiet vielschichtig miteinander verbunden waren. Der Künstler selbst hat jahrelang in der Jugendmannschaft von Schalke 04 gespielt. Weitere Informationen zu dem Gemälde findet ihr direkt auf den Seiten des Industriemuseums.

Habt ihr eigene (Familien-)Geschichten zur Verbindung Fußball/Steinkohleabbau im „Pott“? Wir beschäftigen uns in der Sonderausstellung des Deutschen Fußballmuseums  „Schichtwechsel – FußballLebenRuhrgebiet“ ab dem 21. März intensiv mit dem Thema.

Bild: LVR-Industriemuseum Oberhausen

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