Henry Wahlig, Martin Wörner, Manuel Neukirchner und Malte von Pidoll (v.l.) bereiten sich auf die EMYA-Preisverleihung vor.

Vor der EMYA-Preisverleihung: Vorfreude im Deutschen Fußballmuseum

In dieser Woche wird es in den Büros der Verwaltung des Fußballmuseums etwas ruhiger, denn einige Kollegen machen sich auf den Weg nach Zagreb. In Kroatien findet die feierliche Preisverleihung des renommierten „European Museum of the Year Award“ (EMYA) statt – und wer weiß? Vielleicht gehen wir ja mit dem sogenannten „Museums-Oscar“ nach Hause…

„Das werden wir sehen“, sagt Museumsdirektor Manuel Neukirchner und schmunzelt. „Vorerst folgen wir dem olympischen Gedanken: ‚Dabei sein ist alles.‘ Es ist bereits eine tolle Auszeichnung, überhaupt auf der Nominierten-Liste zu stehen.“ Der Preis wird seit 1977 als Anerkennung für herausragende Leistungen in der Museumswelt vergeben. Der EMYA ist damit der älteste und renommierteste Museumspreis in Europa.

Das Ausstellungsteam des Deutschen Fußballmuseums – Dr. Martin Wörner, Malte von Pidoll und Dr. Henry Wahlig – haben den Bewerbungsprozess gemeinsam angestoßen. „Wir haben das Bewerbungsdossier im Juni 2016 eingereicht“, erinnert sich Kurator Martin Wörner. „Das war eine Menge Stoff, weil wir aus allen Bereichen unseres Hauses Inhalte zusammengetragen haben. Die Besonderheit ist, dass mit dem EMYA nicht nur ein bestimmter Teilaspekt ausgezeichnet wird. Jedes Museum wird in seiner ganzen Vielfalt betrachtet.“

Henry Wahlig, Martin Wörner, Manuel Neukirchner und Malte von Pidoll (v.l.) bereiten sich auf die EMYA-Preisverleihung vor.
Henry Wahlig, Martin Wörner, Manuel Neukirchner und Malte von Pidoll (v.l.) bereiten sich auf die EMYA-Preisverleihung vor.

Dabei interessiert nicht nur das eigentliche Ausstellungskonzept, sondern auch die ergänzenden und vertiefenden Angebote. Henry Wahlig nennt zwei Beispiele: „Das Deutsche Fußballmuseum hat mit ANSTOSS ein ganz eigenes Veranstaltungsformat rund um Fußballkultur und -geschichte ins Leben gerufen. Außerdem sind wir im museumspädagogischen Bereich breit aufgestellt: Viele Schulklassen aus der Region nutzen das Museum als Ausflugsziel und außerschulischen Lernort.“

Auf Basis der umfangreichen Bewerbungsmappe kam im Herbst letzten Jahres mit Christophe Dufour ein Delegierter der EMYA-Jury nach Dortmund, um das Deutsche Fußballmuseum unter die Lupe zu nehmen. „Wenige Wochen später haben wir die Einladung nach Zagreb erhalten. Die Reise steht nun kurz bevor“, erzählt Museumsdirektor Neukirchner.

Am 6. Mai findet die feierliche Preisverleihung statt. „Vorher werden wir der EMYA-Jury noch einmal ausführlich unsere Arbeit präsentieren“, erklärt Malte von Pidoll. „Jedes Museum ist außerdem aufgerufen, ein ganz besonderes Exponat vorzustellen. Was wir mitnehmen, wird noch nicht verraten. Nur so viel: Es ist kein Fußball…“

Das Plakat mit Zahlen und Fakten rund um das Deutsche Fußballmuseum muss ebenfalls mit ins Reisegepäck. Die Vorfreude auf einen besonderen Abend reist gratis mit. Und jetzt heißt es: Drückt uns die Daumen! 😊

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