Tim Wiese: von der „Trainingsgruppe 2“ ins WWE-Universum

Am 26. Januar 2013 betrat Tim Wiese ein letztes Mal die Bühne Bundesliga. Fast vier Jahre später kehrte er im Unterhemd zurück und setzte zum Big Splash an.

„Wenn The Machine gerufen wird, dann gibt’s Schläge“, so die bescheidene Antwort Tim Wieses auf die Frage nach dem weiteren Verlauf seiner WWE-Karriere. Was viele vielleicht schon vergessen haben: Im ungewöhnlich frühen Spätherbst seiner Fußballer-Laufbahn musste er selbst reihenweise Ohrfeigen einstecken.

Von November 2012 bis Februar 2013 blieb die TSG Hoffenheim – mit The Machine zwischen den Pfosten – in neun Bundesligapartien ohne Sieg. Das letzte Spiel dieser Negativserie fand vor genau vier Jahren, am 26. Januar 2013, bei Eintracht Frankfurt statt und ist zugleich bis heute Wieses letzter Bundesligaauftritt. Zum wiederholten Male machte Wiese in diesem Spiel eine eher unglückliche Figur. Beim Wrestling würde man sagen, er „botchte“, vermasselte seinen Einsatz. Trainer Marco Kurz degradierte seinen Keeper daraufhin kurzerhand auf die Bank, sein Nachfolger Markus Gisdol später gar in die mittlerweile berüchtigte „Trainingsgruppe 2“. Aus der kehrte Wiese nicht zurück auf den Platz, was ihn aber auch nicht zu stören schien: „Elf Spiele und drei Jahre bezahlten Urlaub. Wer wünscht sich so eine Zeit nicht?“

Sein nächster Auftritt war dann wieder ein glorreicher Sieg: Beim WWE-Event in der Münchner Olympiahalle Anfang November 2016 gewann Wiese an der Seite von Cesaro und Sheamus ein Six-Man-Tag-Team-Match, nachdem er seinem Gegner Bo Dallas per Big Splash (wahrscheinlich sein „Finishing move“) den Rest gab. Der Anfang einer zweiten Weltkarriere für den „Eraser from the Weser“? Das weiß wohl nur der Wrestling-Gott. Wir wünschen dem ehemaligen Nationalkeeper auf jeden Fall viel Erfolg auf seinem weiteren Weg.

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