Am Vereinsgrill auf dem Museumsvorplatz kann man sich guten Gewissens stärken: Die Wurstwaren kommen vom Schultenhof Dortmund und sind aus Bio-Fleisch.

Stadionwurst, Currywurst, Bratwurst: Hier geht’s um die (Bio-)Wurst

Die klassische „Stadionwurst“ gehört für viele Fans zu einem gelungenen Fußballnachmittag dazu – trotz des gesellschaftlichen Trends zu einer fleischlosen oder sogar veganen Ernährung. Auch das Deutsche Fußballmuseum im Herzen des Ruhrgebiets bietet Currywurst & Co. an.

Es brutzelt und duftet verführerisch am N11 Vereinsgrill auf dem Museumsvorplatz: Wer hier herzhaft abbeißt, schmeckt Bio-Qualität, denn unsere Wurstwaren beziehen wir vom Schultenhof Dortmund.

„Mit den Gesetzen ist es wie mit den Würstchen. Es ist besser, wenn man nicht sieht, wie sie gemacht werden.“

… sagte einst sinngemäß Otto von Bismarck, ehemaliger deutscher Reichskanzler. Und das heißt übersetzt: Die Wurst an sich hat oft kein gutes Image.

Nikola Altenbeck, Leiterin der Gastronomiebetriebe des Deutschen Fußballmuseums, hält entschieden dagegen: „Wer am ‚Vereinsgrill‘ eine Bratwurst genießt, kann das guten Gewissens tun. Darauf legen wir Wert“, erklärt sie. „Wir haben uns schon frühzeitig im Betriebskonzept darauf verständigt, auf Bio-Fleisch und andere hochwertige Zutaten zu setzen. Schließlich heißt es nicht umsonst, dass die Gäste bei uns wie die Nationalspieler essen sollen. Das raffinierteste Rezept nutzt nichts, wenn es auf einer falschen Basis zubereitet wurde.“

Da auch die Gäste am Vereinsgrill immer wieder Rückfragen zum gastronomischen Angebot stellen, nutzten Nikola Altenbeck und ihre Mitarbeiter die Möglichkeit, die Herkunft der Museums-Bratwurst genauer unter die Lupe zu nehmen. Gabriele Czerwonka und Karin Drala sind die „Damen vom Grill“, Jörg Harbrock arbeitet als Koch im N11 Bar & Restaurant. Harbrock bestätigt: „Die Kunden fragen häufig, warum wir bewusst Biofleisch anbieten. Die meisten sind begeistert.“

Das Team machte sich gemeinsam auf den Weg in den Dortmunder Süden zum AWO-Schultenhof, einem integrativ arbeitendem Bioland-Betrieb nahe dem Waldgebiet Bolmke. Hier kann man Landwirtschaft mitten in der Stadt erleben. Der Bioland-Verband garantiert mit seinem Namen für die hohe Qualität der Produkte und die Einhaltung der strengen Bio-Richtlinien. Dies wird einmal im Jahr durch externe Prüfer kontrolliert, wie Metzger Frank Riedel dem Gastro-Team eingangs erklärt. Und dann geht es wirklich um die Wurst.

Bratwurst-Herstellung

Die Bratwurst ist die am häufigsten verkaufte Wurst am Vereinsgrill. Schließlich gibt es sie nicht nur als klassische „Stadionwurst“ im knusprigen Brötchen; sie ist auch die Grundlage für die Currywurst mit Spezialsoße und Krustenbrot-Begleitung. „Pro Woche verkaufen wir im Schnitt 600 Würste“, erklärt Nikola Altenbeck. „Neben der Brat- und Currywurst sind auch Krakauer sehr beliebt.“

Und was ist nun drin in der Bratwurst? Jedenfalls nichts, was Otto von Bismarck um den Schlaf gebracht hätte: Magerfleisch, Eis, Fett und Gewürze. Der Magerfleischanteil ist bei den Schultenhof-Würstchen besonders hoch, was ein Kriterium für gute Qualität ist. Hinzu kommt noch eine Gewürzmischung, die unter anderem Pfeffer, Muskat und Kümmel enthält. Auch die Gewürze haben alle Bio-Qualität.

Alle Bestandteile werden gut im sogenannten Kutter miteinander vermischt. Das ist eine Maschine, die die Zutaten noch feiner als ein Fleischwolf zerkleinert. So entsteht eine sehr gleichmäßige Masse. Aus 20 Kilogramm dieser Masse lassen sich circa 180 Würstchen herstellen. Metzger Peter Schröder und Frank Riedel zeigen dem Gastro-Team, wie die Wurst in ihre Hülle kommt. Beim Schultenhof werden Naturdärme verwendet. Das interessiert Gabriele Czwerwonka besonders: „Woran liegt das, dass die Würstchen mal platzen und mal nicht – obwohl wir immer auf die gleiche Art und Weise grillen?“ Das liege tatsächlich am Darm, erklären die Metzger. Je nach Dicke der Hülle kann es also vorkommen, dass manche Würstchen leichter platzen.

Die Würstchen sind nun fertig portioniert und müssen im Anschluss trocknen und kühlen. Dann werden sie zum Kunden geschickt. Neben dem Deutschen Fußballmuseum sind das Bio-Supermärkte und Hotels in der Region.

Schwein gehabt

Auch wenn viele das Thema angesichts von Massentierhaltung verdrängen: Wurst wird aus Schweinen hergestellt. Dem Deutschen Fußballmuseum ist es wichtig, die Herkunft der Tiere nachvollziehen zu können. Die Partnerschaft mit dem Schultenhof garantiert das. Die Ferkel kommen aus einem Bioland-Betrieb und wachsen auf dem Hof auf. Die Ställe entsprechen den Anforderungen von Bioland für die artgerechte Aufzucht – davon konnte sich das Gastro-Team des Fußballmuseums persönlich überzeugen. Die Schultenhof-Betreiber achten auf höchste Transparenz. Jeder interessierte Besucher kann die Ställe unter die Lupe nehmen.

Die Schweine sind eine Kreuzung aus vier Rassen, darunter ist ein Anteil der iberischen Duroc-Schweine. Diese Rasse hat einen besonders guten Ruf, denn ihr Fleisch enthält einen höheren Anteil an intramuskulärem Fett, das ihm eine besonders feine Marmorierung und einen einzigartigen Geschmack gibt. Die Fütterung hat einen großen Einfluss auf das Fleisch. Der Schultenhof füttert seine Schweine mit selbsterzeugtem Getreide, Kartoffeln und Kleegrassilage. Am Ende haben sie ein Schlachtgewicht von rund 90 Kilogramm.

Das Gastro-Team ist sich am Ende des Besuchtes einig: „Der Besuch auf dem Schultenhof hat sich gelohnt. Nun können wir den Gästen ihre Frage nach Herkunft und Qualität der Würstchen viel besser beantworten.“ Auch Otto von Bismarck wäre sicherlich zufriedengestellt. Und Sie wissen nun, wo das Fleisch herkommt, wenn Sie Ihre nächste Mittagspause in gemütlicher Atmosphäre auf dem Museumsvorplatz am N11 Vereinsgrill verbringen.

Mehr zum Schultenhof Dortmund

Menschen mit und ohne Behinderung leben und arbeiten auf dem AWO-Schultenhof nach einem besonderen Konzept: Dieses beinhaltet nicht nur den Anbau, sondern auch die Verarbeitung und die Vermarktung der eigenen Produkte. Im Dortmunder Süden werden Getreide, Kartoffeln und Freilandgemüse sowie im Gewächshaus Feingemüse angebaut. Außerdem verkauft der ökologische Betrieb frische Bio-Eier, die sich übrigens auch im Kuchenangebot des Deutschen Fußballmuseums wiederfinden. Neben den Schweinen gehören  Freilandhühner und Rinder zum Schultenhof. Im Hofladen ist das gesamte Sortiment abgebildet.

Schultenhof Dortmund

Gastronomiekonzept des Deutschen Fußballmuseums

Speisen wie Thomas Müller, Jérôme Boateng, Toni Kroos  & Co: Was Nationalmannschaftskoch Holger Stromberg den Spielern serviert, genießen Sie exklusiv im Deutschen Fußballmuseum. Der Sternekoch hat nicht nur die Rezepte für das N11 Bar & Restaurant entwickelt, sondern auch das Küchenpersonal geschult. Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Wir bieten Ihnen ausgewogene Gerichte: aus hochwertigen Zutaten, zuckerreduziert, ohne Geschmacksverstärker und ohne künstliche Aromen. Ob Suppen, Pasta-Gerichte, Burger, Desserts oder hausgebackene Kuchen: Probieren Sie sich durch! Wir wünschen einen guten Appetit und einen angenehmen Aufenthalt.

Essen & Trinken im Deutschen Fußballmuseum

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