Rundgang im Fußballmuseum

„Den Blick hinter die Kulissen genossen“

Fußball in den USA populär zu machen: Das ist das große Ziel von Thomas Floyd. Der 27-jährige Redakteur von goal.com schreibt seit Jahren über die Major League Soccer (MLS) und die Nationalmannschaft der USA.

Im Rahmen der Auslandvermarktung der DFL besuchte der Reporter aus Washington NRW und schaute sich auch das Deutsche Fußballmuseum an. Wir haben uns nach dem Rundgang mit ihm unterhalten.

Mit welchen Erwartungen hast du das Deutsche Fußballmuseum besucht?
Angesichts der langen Projektzeit und der eingesetzten Mittel waren die Erwartungen schon hoch. Zumal der deutsche Fußball mit seiner vielfältigen Geschichte genug Stoff für ein Museum bereithält.

Gab es Überraschungen?
Ich war schon von der umfassenden Darstellung des Fußballs positiv überrascht. Jeder Gegenstand, den man sehen wollte, war auch vorhanden. Keine Enttäuschungen. Und ich hatte nicht mit der Vielzahl von interaktiven Elementen gerechnet. Das ist sehr ausgewogen zusammengestellt worden.

Wie lautet dein Gesamturteil?
Ich war sehr angetan von jedem Element des Museums: dem kunstvollen Design, der umfassenden Sammlung von Exponaten, der innovativen Technologie und den interaktiven Stationen.

Gab es etwas, das dir besonders gut gefallen hat?
Der Bereich zur WM 2014 hat es mir besonders angetan. Vor allem habe ich die Gegenstände genossen, die den Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Ich denke da zum Beispiel an die Trainingspläne des deutschen Teams zur Vorbereitung auf das Turnier.

Ist das Museum auch für Anhänger der Nationalmannschaft der USA interessant?
Auf jeden Fall. Amerikanische Fußball-Fans sind sehr empfänglich für deutsche Fußball-Kultur. Und Exponate, die etwas mit Jürgen Klinsmann zu tun haben, schaffen natürlich eine direkte Verbindung zum amerikanischen Fußball.

Es wird also nicht zu sehr durch die „deutsche Brille“ auf das Thema Fußball geschaut?
Nein, keineswegs. Man hat den Eindruck, dass jedes Exponat für deutsche und gleichsam für internationale Besucher interessant ist.

Hast du etwas in der Dauerausstellung vermisst?
Um ehrlich zu sein: Nein. Vielmehr habe ich dort Gegenstände gesehen, die ich dort nicht erwartet hätte, weil ich davon ausgegangen bin, dass die Spieler diese Gegenstände lieber selbst behalten hätten.

Was zum Beispiel?
Das Trikot und die Schuhe von Miroslav Klose aus dem WM-Spiel, in dem er einen neuen Tor-Rekord aufgestellt hat… Eigentlich war alles da, was ich sehen wollte. Und es hat mir gut gefallen, dass auch der Frauenfußball in dem Museum eine Rolle spielt.

Wenn du das Museum mit anderen Fußballmuseum vergleichst: Worin bestehen die Unterschiede?
Wie ich bereits erwähnt habe: Die interaktiven Stationen, wie zum Beispiel das Modul, bei dem man Schiedsrichter ist und strittige Situationen bewerten muss, sind in meinen Augen einzigartig.

Du kannst also den Besuch des Fußballmuseums empfehlen?
Unbedingt. Jeder Fußballfan sollte sich die die Zeit nehmen, um in dieses Museum zu gehen.

Na, neugierig geworden? Tickets bekommt ihr in unserem Online-Shop oder an der Tageskasse.

Das Interview führte Christian aus dem Presseteam.

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