Matthias Libuda übergibt Kurator Julian Oppmann die Medaille seines Vaters.

Stan Libudas DFB-Pokal-Medaille im Deutschen Fußballmuseum

Es ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem Matthias Libuda, Sohn der Schalke-Legende Reinhard „Stan“ Libuda, die DFB-Pokal-Medaille seines Vaters aus dem Jahre 1972 heute an das Deutsche Fußballmuseum überreicht hat: Schauplatz der Übergabe war der ehemalige Lotto- und Tabakladen von Libuda senior.

Das Ladenlokal wurde zuletzt kernsaniert und ist heute Anlaufpunkt und Veranstaltungsort für S04-Anhänger. Er sei stolz, dass der alte Laden seines Vaters jetzt wieder für Fanbelange geöffnet sei, erzählte Matthias Libuda.

Der Vater betrieb hier nach seiner aktiven Karriere von 1975-1982 einen Tabakladen und verkaufte außerdem die Eintrittskarten für Heim- und Auswärtsspiele von Schalke. „Ich weiß noch, wie mein Vater abends stundenlang das Geld gezählt hat“, erinnerte sich Matthias Libuda lächelnd. „Aber er war kein Geschäftsmann – der Schwiegervater hat ihm bei der Buchführung geholfen.“

Nein, ein Geschäftsmann war Stan Libuda nicht. Er war eben Fußballer durch und durch. Die Gelsenkirchener kamen deshalb gern vorbei, um mit dem ehemaligen Rechtsaußen über Fußball zu fachsimpeln. Auf Schalke wurde und wird er verehrt, auch wenn er zwischenzeitlich für den ewigen Rivalen Borussia Dortmund spielte und mit den Schwarz-Gelben sogar den Europacup gewann.

„Auch der BVB ist ein Traditionsverein“, so Matthias Libuda diplomatisch. „Deswegen habe ich keine Bedenken, dass die DFB-Pokal-Medaille im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund ausgestellt wird.“ Schalke 04 hatte den Pokal 1972 mit Stan Libuda als Mannschaftskapitän durch einen 5:0-Finalsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern gewonnen.

Kurator Julian Oppmann von der DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum freute sich sichtlich über das geschichtsträchtige Exponat: „Für das Deutsche Fußballmuseum ist es eine große Ehre, die Erinnerung an Dribbelkönig Stan Libuda mit dieser Medaille lebendig zu halten.“ Die Auszeichnung wird im Ausstellungsbereich „Bundesliga“ zu sehen sein.

Matthias Libuda sei als Leihgeber natürlich immer herzlich eingeladen, das Museum zu besuchen. „Das ist ein imposantes Gebäude. Ich werde sehr gern vorbeikommen. Von Schalke bis nach Dortmund ist es ja nur ein Katzensprung. Ich freue mich, dass die Medaille meines Vaters öffentlich zugänglich gemacht wird. Das ist doch schöner, als wenn sie bei mir Zuhause in der Vitrine liegt.“

Das sehen wir genauso – und sagen Danke für dieses tolle Exponat!

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